Im Westen von Leipzig liegt das wunderschöne Grünau. Benannt wurde der Stadtteil damals, nicht wegen seiner grünen Landschaft, sondern wegen einer zu Kleinzschocher gehörenden Gartensiedlung am südlichen Rand. Wo in den 80er Jahren ein Höchststand von 85.000 Einwohnern erreicht wurde, dies entsprach den Ausmaßen einer größeren Kleinstadt, ging die Zahl bis 2010 auf 40.700 zurück. Doch in den letzten Jahren hat Grünau wieder regen Zulauf, mittlerweile leben nun schon wieder um die 55.000 Einwohner hier und es werden noch mehr – die Grünau für sich entdecken.

Als die Baumaßnahmen der Plattenbauten in den 70er Jahren begannen, wurde das ganze Gebiet, mit den später fertiggestellten acht Wohnkomplexen, jahrelang von den Leipzigern nur “Schlammhausen“ genannt. Denn von Grün, wie im Namen von Grünau, war lange Zeit nichts zu sehen. Die Straßenbauer und Landschaftsgärtner kamen gar nicht nach alles zu bebauen und die neuen Bewohner mussten lange Zeit durch Schlamm und Matsch laufen, um zu ihren Häusern und Wohnungen zu gelangen.

Ich möchte euch auf meine Radtour durch Grünau mitnehmen, wo nicht nur Platten zu sehen sind, und euch zeigen wie schön der Westen ist. Ja, auch ich hatte mich damals, im Alter von 11 Jahren, mit Händen und Füßen gewehrt, als meine Eltern mit mir nach Grünau ziehen wollten. Alles war dreckig, nicht fertig und so überhaupt gar nicht schön. Heute nun lebe ich seit mehr als 10 Jahren genau da – wo ich nie und nimmer hin wollte. Und ja es ist grün, es ist ruhig und man hat alles “vor der Nase“.

  Ein kurzer Überblick was es heute in Grünau gibt:
  21 Schulen / Gymnasium / 17 Sporthallen
  18 Kindertagesstätten / 7 Alten- und Pflegeheime
  81 niedergelassene Ärzte / 32 Zahnärzte / 14 Apotheken
     über 300 Einzelhandelsfachgeschäfte / 1 Multiplex-Kino
   1 Freizeitbad mit Sportbecken & Naherholungsgebiet “Kulkwitzer See“
   1 künstlicher “Kletterfelsen K4“
   1 Quartiersmanagement / 1 Polizeirevier / 3 Kirchen / 3 Bibliotheken
   1 S-Bahn-Verbindung / 4 Straßenbahnlinien / 5 Buslinien
   1 Quartierbus “Grünolino“ – der NUR in Grünau fährt und vor allem von Rentnern genutzt wird

Es ist ein Freitag im Hochsommer. Der Wecker klingelt – 06.00 Uhr – raus aus den Federn. Mein 24h-Tag beginnt bei strahlendem Sonnenschein. Erst einmal werde ich gut frühstücken und mir einen kleinen Snack sowie Getränke für den Ausflug zum Kulkwitzer See vorbereiten. Beim packen der Tasche darf ich auf keinen Fall die Sonnencreme und ein gutes Buch vergessen. Und los geht’s! Mittlerweile ist es 7.00 Uhr. Mein Fahrrad habe ich aus dem Keller geholt und in 15 Minuten werde ich am See sein. Ganz Grünau kann man entspannt auf Rad- und Fußwegen erleben. Früh am Morgen ist es noch schön ruhig und die Luft an einem Sommertag kühl – genau richtig zum Radeln. Am See angekommen, fällt es schwer nicht gleich ins Wasser zu rennen. Es ist so klar und sauber, dass ich jeden Kieselstein und all die Fische sehen kann. Fast alle Strände um den See sind natürlich bewachsen, kein Sand der stört, viele Bäume und Sträucher dienen hier als Schattenspender. Der See ist für seine sehr gute Wasserqualität bekannt.

   Kulkwitzer See (liebevoll “Kulki“ genannt)
 – ist aus 2 ehemaligen Braunkohletagebauflächen hervorgegangen
 – ab 1864 wurde hier Kohleförderung unter Tage und
    ab 1937 über Tage betrieben
 – 1963 Flutung des gesamten Tagebaues
 – 1973 Eröffnung des Naherholungsgebietes
 – seit den 70er Jahren finden hier regelmäßig Marathon- und Triathlon- Veranstaltungen, Seefeste und andere
    Sportveranstaltungen statt
 – ca. 500.000 Badegäste / Jahr genießen hier heiße Sommertage
 – Textil- wie auch FKK-Baden ist möglich
 – 2 Campingplätze

Die verschiedenen Betreiber für Wassersport werden bis 10.00 Uhr ihre Spots geöffnet haben und ich könnte mich nun sportlich betätigen, zum Beispiel beim:

   Tauchclub Leipziger Delphine e.V. (seit mehr als 25 Jahren)
 – hier wurde bei 350 Grad / 250 Meter in 20 Metern Tiefe vor der Tauchstation ein Flugzeug, die Piper Seneca II
    versenkt
 – 20.05.2000 wurde der „Unterwasserpark “Kulkwitzer See“ eröffnet
 – der See gilt als eines der 10 besten Tauchgewässer Deutschlands
 – ca. 35.000 Übernachtungsgäste / Jahr – vornehmlich Taucher aus ganz Europa

Da ich ja heute noch so einiges erleben will und es schon 12.30 Uhr ist, wird es Zeit, meine Sachen zu packen und noch kurz eine kleine “Futter“-Pause einzulegen. Dies ist  in folgenden Lokalen möglich:

  • “Strandhütte“ Imbiss – für den kleinen Geldbeutel – mit öffentlichen WC’s
  • “Klinke zum Seeblick“ – Familienrestaurant – nicht mit Badekleidung
  • “Rotes Haus“ – für den “dicken“ Geldbeutel (war früher elektrische Leitzentrale des Tagebaus / ehemalige
        Trafostation im Klinkerbaustil und ist heute saisonales Restaurant mit Freisitz am Wasser & Party-Location)
  • “Wasserski & Wakeboard-Lift“ – Cafè & Bistro

Frisch gestärkt habe ich mich nun doch dafür entschieden eine Runde um den See zu drehen. Da es nur ca. 8 km sind, werde ich so rund eine Stunde dafür brauchen und gegen 14.30 Uhr wieder daheim sein. Der Radweg ist seit November 2018 komplett ausgebaut und es gibt auch einiges zu sehen. Unter anderem die “MS Frieda“ und verschiedene Segel- und Surfschulen am Markranstädter Ufer.

   “MS Frieda“
 – 1971 wurde der Elbe/Saale-Lastkahn ausrangiert, in drei Teile “zerlegt“ und an Land gebracht
 – 1974 begann der Ausbau zum “Ausflugsdampfer“ an Land mit Freisitz
 – zwischen 1989 und 2019 gab es einige Eigentümerwechsel – war zwischendurch Restaurant / Bar / Disco /
    chinesisches Restaurant
 – zur Zeit ist es geschlossen
 – mittlerweile ist der “Kahn“ über 100 Jahre alt

Es ist eine gute Runde gewesen. Da ja der ganze See ringsum bewachsen ist – ging es fast komplett im Schatten lang. Nur auf dem Rückweg war es dann ein bisschen heiß. Gott sei Dank habe ich mir keinen Sonnenbrand geholt und werde jetzt eine schnelle Dusche genießen. Nun noch ein paar lockere, bequeme Sachen überwerfen, Einkaufstasche und Geld einpacken und ab zur nächsten Station an diesem Tag.

Vom WK 7 geht es an der Schwimmhalle “Grünauer Welle“ vorbei zum “Kletterfelsen K4“. Hier ist Bouldern bis 3 m Höhe möglich – ohne Seil und Klettergurte. Eine Tageskarte gibt es für 5 € im Alleecenter an der Information und sollte man Kletterausrüstung brauchen – kann man diese beim betreibenden Verein, dem DAV (Deutscher Alpenverein) leihen. Und da ich frisch gestärkt von zu Hause komme, werde ich mich heute mal am Bouldern versuchen. Gar nicht so einfach ohne Sicherungsseil – aber zu machen.

Schwimmbad “Grünauer Welle“

   “Grünauer Welle“
 – Eröffnung im März 1999
 – Zitat: „Die Grünauer Welle ist eine unserer wichtigsten Schwimmhallen – mit der Besonderheit, das es dort
    nicht nur einen Schwimmerbereich gibt, sondern auch Freizeitbecken und eine Rutsche sowie eine moderne
    Sauna“, sagt der Technische Geschäftsführer der Leipziger Sportbäder, Joachim Helwing.
 – die 22 Millionen Mark teure Schwimmhalle sollte übrigens einen architektonischen Gegenentwurf zur strengen
    Plattenbaubebauung darstellen

  “Kletterfelsen K4“
 – 1999 entstand die  Idee fürs WK 8 einen Kletterfelsen zu errichten, um die “Platte“ ein bisschen aufzulockern
 – zu finden ist er in der Stuttgarter Allee hinter dem Hallenbad
 – demontierte Balkonbrüstungen & Abbruchplatten sowie Spritzbeton wurden verwendet um den Fels zu bauen
 – 08 / 2001 bestieg der 1. Kletterer “den Gipfel“ in 21 m Höhe
 – die Routen haben einen Schwierigkeitsgrad von III-IX
 – auch ein “Gipfelbuch & Gipfelkreuz“ sind vorhanden

Durch eine, in weiten Teilen, selbstständige Infrastruktur – wird Grünau auch als “Trabantenstadt“ bezeichnet. Heute leben nur noch ca. 65 Prozent der damaligen Einwohner in diesem Stadtteil, was zu Überalterung und Schließung vieler Institutionen führt und führte. Und trotzdem gibt es immer noch so viel hier und auch für mich immer wieder Neues zu entdecken. Durch den Wegzug vieler Einwohner in den 90er Jahren, wurden in den letzten 20 Jahren die Punkthochhäuser zum Teil abgerissen oder zurück gebaut, wie auch in jedem Wohnkomplex ganze Blocks dem Abriss zum Opfer fielen. Was in der jetzigen Zeit betrachtet – nicht mehr so gut ist – da es auch in Leipzig mittlerweile an bezahlbaren Wohnraum mangelt. Um sich in Grünau zurecht zu finden und den Überblick zu behalten wurden die Straßennamen in den einzelnen Wohnkomplexe sehr originell vergeben.

  8 Wohnkomplexe – kurz “WK’s“ genannt:
  WK 1                           – das Garten-Viertel mit nur 2 Straßennamen (Garten- und N. Rumjanzewstraße)
  WK 2 & 3                    – das Blumen & Sträucher – Viertel (z.B. Rosenweg)
  WK 4 & Siedlung       – westdeutsche Städte – Viertel (z.B. Heilbronner Straße)
  WK 5 (Schönau)        – Dörfer (umliegend) – Viertel (z.B. Frankenheimer Weg)
  WK 5.2 (Zentrum)     – westdeutsche Städte – Viertel (z.B. Mannheimer Straße)
  WK 6                           – wurde nie gebaut
  WK 7                           – Planeten-Viertel (z.B. Saturn Straße) & 2 russische Namen
  WK 8                            – Ostsee & sächsische Schweiz – Viertel (z.B. Binzer Straße / Pfaffenstein Straße)

Legende Übersichtskarte Grünau: 1. Kulkwitzer See / 2. Ruder- und Tretbootverleih / 3. Tauchclub “Delfine e.V.“ / 4. Wasserski- und Wakeboardanlage / 5. Imbiss “Strandhütte“ / 6. “Klinke zum Seeblick“ /
7. “Rotes Haus“ / 8. “MS Frieda“ / 9. “Grünauer Welle“ / 10. “Kletterfelsen K4“ / 11. Alleecenter / 12. “CaritasLaden“/ 13. “Heizhaus“ / 14. “NEBENAN“ / 15. Schönauer Park & Kirche / 16. griech. Restaurant “Kolossos“ / 17. Schönauer Lachen & Hofläden / 18. Kino / 19. “Theatrium“ / 20. “Cheers“ Bar & Disko


Geschafft! Ein bisschen Übung brauch ich noch, aber es hat Spaß gemacht beim Bouldern. Nun geht es wieder weiter auf‘m Rad, es ist schon 16.00 Uhr und ich habe noch so einiges vor. Gut eine Stunde habe ich um im “CaritasLaden“, meinem nächsten Stopp, zu stöbern und vielleicht was Kleines für mich zu kaufen. Auf dem Weg dahin geht es am “Heizhaus“, einer offenen Skaterbahn, dem “Theatrium“ und dem Mehrgenerationentreff “NEBENAN“ vorbei.

   “CaritasLaden“
 – ist eine gute Alternative zum Shoppen, und das für wenig Geld
 – besteht aus 3 Teil-Geschäften (Kleidung für Groß und Klein / Möbel und Elektro / Haushaltswaren mit
    Begegnungsstätte)
 – Montag – Freitag von 10.00 – 17.00 Uhr geöffnet
 – jeder Kunde der einen Leipzig Pass besitzt, kann hier einkaufen
 – Spenden aller Art werden gern entgegengenommen

   “Heizhaus“
 – Skater-Halle mit 1000m² & Tanzraum
 – seit 2009 in der Alten Salzstraße 63 zu finden
 – hier wird sehr viel angeboten u. a. Tanz Workshops (Breakdance, K-Pop, Hip Hop, urbaner Kindertanz), offenes
    Training (Voguing à Tanz angelehnt an Model-Bewegungen und der Zeitschrift Vogue, Female Freestyle u. a.),
    Kurse (Wing Chun, Selbstbehauptung für Frauen und Männer u. a.)
 – geöffnet jeden Tag mindestens von 15.00 – 22.00 Uhr
 – spricht hauptsächlich Kinder & Jugendliche an, aber auch für Erwachsene ist einiges dabei
 – es besteht Helmpflicht für Skater
 – Preise für die Skatehalle zwischen 3,- bis 5,- €
 – Gründer und Betreiber ist der urban souls e.V.

    Mehrgenerationentreff “NEBENAN“
 – 2013 hat der urban souls e.V. sein erstes generationsübergreifendes Angebot begonnen
 – durch die mehr als 100 teilnehmenden Senioren*innen wurde der Bedarf “nach mehr“ geäußert
 – 2015 fanden Ideen-Workshops mit den Interessierten statt
 – mittlerweile gibt es Interessengruppen für Näh- und Stricknachmittage, Gesprächsrunden, Musik- und
    Tanzveranstaltungen und Spielenachmittage
 – erste Begegnungen mit der jungen Generation finden auch bereits statt, denn der Grundgedanke hier im
   “NEBENAN“ ist, das Jung und Alt voneinander lernen können

Der Zwischenstopp im “CaritasLaden“ hat mir gut getan. Mit einigen Mitarbeitern konnte ich ein paar kurze nette Gespräche führen und sogar noch was einkaufen. Damit ich nicht jetzt schon schlappmache werde ich einen Abstecher in den “Schönauer Park“ machen und schauen ob die “Schönauer Dorfkirche“ geöffnet hat. Der Park liegt genau neben einer viel befahrenen Hauptstraße und trotzdem ist es hier schön ruhig und kühl. Hier kann ich die Seele baumeln lassen, ein Buch lesen oder einfach nur im Gras liegen und in den Himmel schauen.

   “Schönauer Park“
 – bis 1937 war es ein Rittergut
 – dann kaufte es die Stadt Leipzig um einen Friedhof zu errichten – der aber nie gebaut wurde
 – 08 / 1944 wurden hierher 500 ungarisch jüdische Frauen deportiert – als Zwangsarbeiterinnen der Außenstelle
    des KZ Buchenwald
 – 04 / 1945 wurde das Lager aufgelöst
– 2002 wurde der “Schönauer Park“ komplett neugestaltet und erweitert, so dass heute das “Schönauer Parkfest“
    jeden August stattfinden kann
 – 2003 wurde zur Erinnerung an das Rittergut eine Pergola mit Staudengarten errichtet

   alte “Dorfkirche Schönau“
 – die Ursprünge reichen bis in die Gotik zurück
 – nach mehrjährigen Restaurierungsarbeiten steht die Kirche seit 1993 wieder für die Gemeinde und ihre Gäste
    in voller Schönheit zur Verfügung
 * insgesamt gibt es drei Kirchen in Grünau

So langsam macht sich bei mir Hunger bemerkbar. Es ist 18.00 Uhr und ich werde jetzt nach Hause fahren und mich für’s  Essen beim Griechen und dann später zum Tanzen, meinem Lieblingshobby, fertig machen. Über die Lyoner Straße, die Umgehungsstraße von Grünau, geht es an den  “Schönauer Lachen“, ein Teich im Grünen, vorbei. Dieser Platz eignet sich um Hunde frei laufen zu lassen und für Angler ist es ein kleines Paradies. Nebenan sind die “Schönauer Hofläden“. Hier gibt es Lebensmittel frisch und regional zu kaufen. Leider etwas abseits vom ganzen Trubel – doch eine Geheimadresse für alle die sich gesund und bewusst ernähren. Zu Hause angekommen noch ein bisschen “aufhübschen“ und ab geht’s ins Restaurant “Kolossos“. Hier werde ich sehr freundlich und schnell bedient. Das Preis-Leistungsverhältnis ist echt der “Börner“. Im Biergarten ist es erlaubt Hunde mitzubringen und Rauchen ist auch gestattet.

Es ist kurz vor Acht und ich muss mich sputen noch rechtzeitig mit dem Rad zum Kino “Cineplex“  im Alleecenter zu kommen. Hier ist jeden Tag Vorstellung und mit Leipzig Pass bezahlt man für den Eintritt um einiges weniger. Die Säle sind relativ klein – doch dafür die Sessel umso größer.
Eine sehr gute Alternative zum Kino bietet das “Theatrium“ im WK 2 neben dem “Heizhaus“. Jeden Freitag um 20.00 Uhr gibt es hier eine Theatervorführung.

   “Theatrium“
 – es gibt Jungend- und Kindertheaterprojekte und es werden weder Kursgebühren erhoben noch Castings
    durchgeführt
 – 1994 kam die Idee ein Projekt für Kinder und Jugendliche zu schaffen, um sie von der Straße zu holen – aus
    dieser Idee heraus wurde der Verein “großstadtKINDER“ gegründet
 – vorerst wurde im “KOMM-Haus“ geprobt und in der Sporthalle des Max-Klinger-Gymnasiums aufgeführt
 – 1996 wurde Gaststätte “Atrium“ von der Stadt Leipzig ausgeschrieben, der Verein bekam den Zuschlag und
    eröffnete das “Theatrium“
 – 2010 Baustart des neuen barrierefreien Theaters in der Alten Salzstraße 59 und Eröffnung des neuen
    “Theatriums“ mit 1 Saal / ca. 100 Plätze, Foyer und diversen anderen Räume
 – 2015 das Projekt muss zum ersten Mal einen Aufnahmestopp“ verhängen, weil sie mit knapp 100 Mitspielern
    und Mitspielerinnen “voll“ sind
 – Kostüm- und Maskenwerkstatt
 – Medienwerkstatt
 – Theater Workshops
 – Aktuelles im Kindertheaterprojekt:
    „Helden“ (AT) Premiere: Juni 2019
    „Zora“ (AT) Premiere: Mai 2019
 – Aktuelles im Jugendtheaterprojekt:
    „FamilienGALA“ (AT) Premiere: April 2019
    „Ein Knastical“ (AT) Premiere: Mai 2019

Die Zeit rennt nur so. Der letzte “Akt“ für diesen Abend ist für mich gekommen. Wieder zu Hause, wandert das Fahrrad in den Keller, denn morgen früh werden meine Beine so schwer sein, das ich nicht mehr fahren kann. Und noch einmal ins Bad – Tanzklamotten anziehen – kleinen Prosecco trinken und per Pedes zum “Sternen-Eck“ laufen (sind ja nur 10 Minuten). Hier erwarten mich schon ein paar Freunde und Bekannte, die noch nen Bierchen trinken, bevor wir zusammen rüber gehen ins “Cheers“.
Das “Cheers“ ist die letzte verbliebene Disco in Grünau, wo Jung und Alt sich treffen um die Nacht zu verbringen. Freitags ist hier immer Ladys-Night mit kostenlosem Eintritt, also heute.
Die Preise sind so human, dass man die Drinks echt genießen kann. Der DJ, der heute auflegt, ist super! Er spielt alles, vom Schlager über Heavy Metal bis Techno und R’nB ist auch dabei, es bleiben also keine Musikwünsche offen.

Ich bin hundemüde und glücklich. Samstagmorgen 5.00 Uhr, die Sonne scheint schon wieder und die ersten Vögel zwitschern. Andere Leute müssen jetzt raus und arbeiten – und ich brauch jetzt nur noch Schlaf. Auf dem Weg nach Hause lasse ich den Tag noch einmal Revue passieren. Es war schon ganz schön viel, was ich da heute rein gepackt habe. Doch es war ja kein “Muss“, sondern eine buntgemischte Tour für Euch. Die Vielfältigkeit und Abwechslung zeigt, dass Grünau halt doch nicht nur “Platte“ ist.


Beitragsbild: Redaktion Eindruck
Bildmaterial wurde vom Autor selbst “geschossen“ –
wenn nichts anderes da steht



Grünau ist mehr als “Platte“ – Ein 24h-Tag im Westen
3.9Gesamtwertung
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4 Responses

  1. Yvonne

    Ein sehr schöner Einblick in diesen Stadtteil von Leipzig, von vielen Menschen leider verpönt, doch da sieht man, dass es auch sehr schöne Flecke in Grünau gibt.
    Daumen hoch für diesen Artikel!

    Antworten
    • Heike

      Hallo Yvonne, lieben Dank für Deinen Kommentar. Ja Grünau ist schon was „besonderes“ 🙂 LG Heike

      Antworten
  2. Diana

    Wunderbar und voller Leidenschaft verfasst.Ich hoffe das sich noch viele Leser davon inspirieren lassen und Grünau einen Abstecher gewähren. Ich werde es tun und als erstes den See umradeln.(soll ja schön gemütlich zugehen😉)
    Beste Grüße an den Autor und nochmal 👍

    Antworten
    • Heike

      Hallo Diana,
      Vielen Dank für Deinen Beitrag – genau dafür habe ich es ja geschrieben – weil ich Grünau liebe und auch andere Menschen davon erfahren sollen. Viel Spaß bei Deiner Radtour und viel Schatten … 🙂 LG Heike

      Antworten

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