Pony mit Kind am strand

Dein Hufschlag ist mein Herzschlag

Reithose an. Pferd her. Welt aus….

Manche Leute gucken immer etwas komisch, wenn wir mit Ponys an der Hand und nicht mit Hunden an der Leine spazieren gehen. Die Ponys finden das richtig schön.

Lange Ausritte im Einklang mit der Natur bieten Entspannung nach einem stressigen Arbeitstag. Gemeinsame Abenteuer kann man bei Reitferien erleben, aber auch spannende Springstunden mit neuen gemeinsamen Herausforderungen passend für Pferd und Reiter. Dazu gehören auch gemütliche Reiterabende mit Erfahrungsaustausch. Es können sich ebenso neue Perspektiven bei der Bodenarbeit eröffnen. Eine Kutschfahrt ins Grüne, eine Runde zu Fuß mit dem Pferd oder eine Dressurstunde lässt Pferd und Reiter entspannt zurück. Spannend ist auch ein Urlaub mit dem Partner Pferd oder das gemeinsame Nixtun…

 

An den Schönauer Lachen Leipzig: Sulky fahren mit Shetlandpony Muffin

Augen zu und durch – Distanz überwinden

Zur Ausbildung von Reiter und Pferd gehören Dressur, Springen oder Stangenarbeit, aber auch Bodenarbeit und Geländereiten sowie Sitzübungen an der Longe. Jede Methode ist eine Ausbildungsart unabhängig von Reitweise und Pferderasse. Am Anfang steht hier das große B für Basis und Grundwissen. Es gilt zu lernen, dass Mensch und Pferd durchaus in Augenhöhe kommunizieren können. Der Mensch sollte die ranghöhere Position seinem Pferd gegenüber einnehmen. Mit einer klaren, authentischen Körpersprache ist dies ohne Kraftaufwand möglich. Es ist wichtig, dass man als Mensch (wieder) lernt im Hier und Jetzt zu leben.

Ein Pferd macht unsere Träume wahr, stark und schön zu sein.

 

Das Pferd vereint die Schönheit eines Pfaus, die Kraft eines Bären, den Mut eines Löwen, die Treue eines Hundes und die Eleganz einer Katze in einem Wesen.

Lernen heißt auch Fehler zu machen. Wer Laufen lernt, fällt hin. Wer Fahrrad fahren lernt, kippt mal um. Wer Schwimmen lernt, schluckt auch mal Wasser. Und wer Reiten lernt, kann auch mal runterfallen. Das ist aber nicht schlimm und kommt auch nicht oft vor. Zudem ist Reiten ein Sport. Je sportlicher und beweglicher ein Kind ist, desto leichter lernt es reiten und desto geringer ist das Verletzungsrisiko.

 

 

Vier Hufe, zwei Beine, ein Team

 

Wurzelbürste, Kardätsche und Co.

Reiten ist eine Kunst – So gelingt der Einstieg

Gerade in einem bestimmten Alter reiten Mädchen gern. Der Grund: Etwa mit sieben Jahren verlassen Kinder ihre Fantasie-Spiele-Welt und wollen echte Dinge tun: Radfahren, Reiten, Abenteuer erleben, bei denen sie sich messen können und lernen, mit Herausforderungen  klarzukommen. Mit zwölf, dreizehn, vierzehn hören die Mädchen meistens wieder auf, weil die Beziehung zum Pferd von zwischenmenschlichen Beziehungen ersetzt wird.

Kinder, die sich für Pferde interessieren und reiten möchten, werden von den Eltern in einer Reitschule angemeldet. Meist soll es nicht die nächstbeste, sondern die allerbeste sein – egal wie weit der Weg zum Stall ist. Viele Eltern bringen ihre komplett ausgestatteten Schützlinge mit dem Auto zur Reitstunde und bewachen sie auf Schritt und Tritt. Die wenigsten Kinder wissen heute noch, wie es sich anfühlt ohne Sattel zu reiten, wie eine Box ausgemistet wird oder dass es häufig gar nicht schlimm ist, wenn man doch mal vom Pferd fällt.

Geführtes Ponyreiten oder Voltigierunterricht sind empfehlenswert. Im Voltigierunterricht turnt ein Kind oder turnen bis zu drei Kinder gemeinsam Übungen auf dem Pferd. Der vertrauensvolle Umgang mit dem Pony unter ständiger Aufsicht kann ab etwa vier Jahren unter Begleitung der Eltern stattfinden. Dabei stehen jegliche Tätigkeiten rund ums Pony im Vordergrund: Mithilfe beim Putzen, Füttern, Führen.

Shetlandpony Muffin, 90 cm groß und für die kleinsten perfekt zum Reiten

Longenstunden:
Um die ersten Grundlagen zu erlernen beginnen Reitanfänger mit Longenstunden auf Ponys oder Großpferden. Hier lernen sie den Bewegungsablauf des Pferdes kennen und schulen die Balance und Koordination, die für das Reiten wichtig ist. Erste Kenntnisse in der Pferdepflege wie richtiges Putzen, Trensen und Satteln wird mit Hilfestellung erklärt und am Pony geübt.

Aufbau-Kurse:
Die Aufbau-Kurse finden in kleinen Gruppen von etwa vier Kindern statt. Jedes Kind hat hierbei sein eigenes Pony. Die Kenntnisse aus den Longenstunden werden gefestigt und der richtige Umgang mit dem Pony geschult. Die Kinder reiten in der Abteilung und lernen spielerisch ihr Pony kennenzulernen und zu kontrollieren. Durch diese Kurse fördert man die reiterlichen Fähigkeiten der Kinder und stärkt auch das Vertrauen zwischen Pony und Reiter. Die Kinder sollen den richtigen und selbstständigen Umgang mit dem Pony vor und nach der Reitstunde erlernen.

Gruppenstunden:
Sobald die Reitschüler ausbalanciert und sicher auf den Pferden sitzen können, nehmen sie Gruppen-Reitstunden mit sechs bis acht Teilnehmern. Die Einteilung der Gruppen richtet sich nach den Kenntnissen und Fähigkeiten der Reiter. Die Inhalte des Reitunterrichts werden an den Leistungsstand der jeweiligen Teilnehmer angepasst. Der Unterricht findet einmal wöchentlich zu einem festen Termin statt.  Mit den fortgeschrittenen Gruppen werden Ausritte in das angrenzende Gelände gemacht, Reitstunden finden auch auf den Außenplätzen statt.

Die wesentliche Freude mit Pferden zusammen zu sein: Es bringt uns in Kontakt mit Anmut, Schönheit und Lebensenergie.

Reiten lernen in Reitschule und Reiterurlaub
Es gibt ein breites Angebot von Vereinen und Reitschulen, die es auch Anfängern ohne jegliche Erfahrung und ohne eigenes Pferd ermöglichen, ihre ersten Erfahrungen im Umgang mit dem Pferd zu sammeln. In besseren Ställen werden neben dem praktischen Reitunterricht auch regelmäßige Theoriestunden angeboten, bei denen man viel über Pferdehaltung und -pflege lernt. Neben den gesundheitlichen Aspekten der Pferde ist auch auf die reiterlichen Vorlieben des Reitschülers zu achten.

Daneben besteht die Möglichkeit, das Reiten in einem Reiterurlaub zu erlernen. Dieser Reiterurlaub kann sich neben Anfängern durchaus auch an sehr fortgeschrittene Reiter wenden, die neue Reitweisen erlernen oder einfach einmal eine Weile auf anderen Pferden reiten wollen. Auch hierbei gelten die gleichen Auswahlkriterien für die Wahl eines geeigneten Stalles wie bei einem Reitstall für regelmäßigen Reitunterricht.

Der Preis für eine Reitstunde liegt meistens zwischen 10 und 16 Euro. Die Preise können aber regional abweichen. Eine Unterrichtsstunde in der Gruppe auf einem Schulpferd kostet zwischen 10 und 20 Euro. Zu Beginn der Reitausbildung sind allerdings einige Einzelstunden an der Longe notwendig, die 30 Minuten dauern und zwischen 15 und 30 Euro kosten können. In diesen Longenstunden übernimmt der Reitlehrer die Kontrolle über das Pferd – der Reitschüler konzentriert sich nur auf das Erlernen des Sitzens auf dem Pferd in allen Gangarten – unerlässlich für jeden, der ernsthaft reiten lernen möchte.

An den Schönauer Lachen in Leipzig

 

In und um Leipzig gibt es etwa 10-15 Reiterhöfe, hier eine kleine Linkauswahl:

 

Reit-und Fahrverein Herodot

 

Reiterhof Lukas

 

RVV Böhlitz-Ehrenberg e.V

 

Gut Schloss Gundorf Reiterhof

 

Ponyhof Flotte Hufe

 

Therapie- und Reitgarten Thekla

 

Gestüt für spanische Pferde in Polenz bei Leipzig

 

RV Parthenaue Graßdorf e.V. – Reitschule

 

Ponyhof Wolteritz

 

Gutshof Wolfshain

 

Bilder: Jenny Oecal

Reiten ist Wille ins Weite, ins Unendliche
3.2Gesamtwertung
Leserwertung: (8 Votes)

4 Responses

  1. Sebastian Kirsch

    Männer und Pferde, beide sind teuer. Doch wähle die Pferde, denn diese sind treuer. :’D

    Antworten
  2. Tabea Degner

    Echt gut geworden!
    Das sagt das wichtigste über das Thema Pferd und Reiten.
    Und es ist wahr das die meisten nicht wissen wie sich das anfühlt den Stall zu misten und eine tiefe Bindung mit dem Pferd einzugehen aber es ist möglich und das Pferd gibt einem die ganze Liebe zurück?
    Wirklich schön geschrieben??

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.